Offizielles Internetangebot der IHK Trier


Susanne Martin, International, IHK Trier

IHK Nachgefragt: Post aus China

Unternehmen sollten bei Anfragen Vorsicht walten lassen

So manche E-Mail, die im Postfach von Unternehmen landet, hat einen Verfasser mit bösen Absichten. Das zeigt sich zum Beispiel im Fall einer Medizintechnikfirma aus der Region Trier. Ein (angeblicher) Netzwerkdienstleister aus Shanghai schreibt ihr, dass ein chinesisches Unternehmen ihren Firmennamen als Internet-Suchbegriff und -Domainnamen sichern wolle. „Um mit dieser Angelegenheit besser umgehen zu können, müssen wir Sie anschreiben und uns bestätigen lassen, dass es sich hierbei um einen Ihrer Lieferanten oder Geschäftspartner in China handelt?“ So endet die E-Mail.

Natürlich hat es die besagte Anfrage einer chinesischen Firma nie gegeben. Und natürlich verfolgt der Verfasser dieser E-Mail ein ganz anderes Interesse: nämlich seinen Adressaten in Deutschland dazu zu bringen, sich selbst diese Internet-Domain schützen zu lassen – und dafür zu zahlen.

Das zeigt sich aber eben nicht immer auf den ersten Blick. „Die Unternehmen sind verunsichert, weil die Anfrage durchaus seriös klingen kann“, sagt Susanne Martin, Referentin der IHK Trier im Bereich International. „Das ist einer der ganz klassischen Betrugsversuche, mit denen wir es zu tun haben. Phasenweise schwappt die Zahl solcher Fälle immer wieder hoch.“

An dem Tag, als der Unternehmer aus der Region Susanne Martin diese E-Mail weiterleitet, ist zufällig ein Vertreter der Auslandshandelskammer (AHK) in Guangzhou bei der IHK Trier zu Gast. Er berät dort zwei Unternehmen, die in China tätig sind beziehungsweise ins Geschäft einsteigen wollen. Er bestätigt Martins Einschätzung: Solche E-Mails sollten ignoriert werden und schnell in den Papierkorb wandern – bevor es kostspielig wird.

Mitgliedsunternehmen, die E-Mails mit fragwürdigem Inhalt bekommen, können sich jederzeit an die IHK Trier wenden. Sie nimmt dann, wenn nötig, Kontakt zu den AHKs oder den Chinakompetenzzentren anderer IHKs in Deutschland auf und fragt dort um Rat. Susanne Martin ist Ansprechpartnerin bei allen Fragen zu Geschäftstätigkeiten in Drittländern (Kontakt s. Kasten rechts).

Zudem hat die AHK Greater China ein Merkblatt zu gängigen Betrugsversuchen aus China erstellt.


Autor

Ursula Bartz
Tel.: (06 51) 97 77-1 21
Fax: (06 51) 97 77-9 71 15
E-Mail: bartz@trier.ihk.de




Ansprechpartner

Susanne Kant
International
Tel.: (06 51) 97 77-2 30
Fax: (06 51) 97 77-2 05
E-Mail: susanne.kant@trier.ihk.de