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Ausbildung, Beratung, IHK Trier

IHK Nachgefragt: Eine Frau für alle (Ausbildungs)Fälle

Annabell Müller hilft jungen Leuten, den passenden Beruf zu finden

Wer blickt im Dickicht der vielen Ausbildungsberufe schon durch? Annabell Müller zum Beispiel. Sie hilft Jugendlichen auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle ebenso weiter wie Unternehmen, die Probleme mit Azubis haben. Und die Qualifizierungberaterin der IHK Trier weiß noch mehr: zum Beispiel, wie sich eine Ausbildung auch mit Familie organisieren lässt.

So wendete sich vor einiger Zeit an Unternehmen aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich an sie, das eine Aushilfe beschäftigte. Diese wollte eine Ausbildung im Betrieb beginnen, konnte aber wegen ihrer Kinder nicht in Vollzeit arbeiten.

Die Lösung: eine Ausbildung in Teilzeit. Eine Option, von der weder das Unternehmen noch die junge Frau wussten. Dabei gehen immer mehr Jugendliche diesen Weg – vor allem, wenn sie während der Ausbildung schwanger werden und nach dem Mutterschutz zeitnah ihr Prüfungszeugnis erwerben wollen. Aber eben auch für Frauen und Männer, die schon ein Kind oder ihre Eltern betreuen, ist eine Ausbildung in Teilzeit eine gute Möglichkeit. Die Unternehmen, die dies ermöglichen, engagieren sich so für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und können auf diese Weise häufig auf schon ältere und damit reifere Bewerber zurückgreifen. 

Die Wochenarbeitszeit ist dabei variabel, muss aber mindestens 25 Stunden betragen. Und in der Regel absolvieren die Azubis ihre Ausbildung trotzdem in der regulären Zeit, also in den meisten Berufen in drei Jahren.

Fast einmal berühmt geworden
Natürlich landen auf Annabell Müllers Tisch jeden Tag ganz viele unterschiedliche Fälle. Immer muss sie recherchieren, wie den jungen Leuten und den Unternehmen geholfen werden kann. Dass das gelingt, kommt nicht von ungefähr. Schließlich hat die 43-jährige Triererin Innenarchitektur studiert und weiß daher, wie man Menschen Orientierung verschafft und Licht ins Dunkel bringt.

Übrigens hätte sie fast mit einer Erfindung berühmt werden können: In ihrer Diplomarbeit hatte sie das Modell einer Stehhilfe entwickelt, die heute in Gameshows verwendet wird. An ihr können sich die Kandidaten anlehnen, wenn sie einen Buzzer betätigen müssen. Ruhm und Ehre gab`s für sie dafür am Ende zwar leider nicht, aber die Geschichte beweist: Eine Karriere will wohl geplant sein.    



Autor

Ursula Bartz
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