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IHK Nachgefragt: Formulare mit Exotik

Was Nicole Schultes Schreibtisch verlässt, geht um die Welt

Formulare? Für so manchen ein Graus… aber nicht für Nicole Schulte. Was darf wie und wann in welches Land exportiert werden? Im Dickicht der Zollbestimmungen kennt sich die 37-jährige Eifelerin aus.

Und manchmal wird es in ihrem Büro richtig exotisch. Zum Beispiel, wenn Thomas Schwab, Chef des Dreamcatcher Live Entertainment und damit zahlreicher Musicals und Live-Shows, auf Tour geht. Mit seinem Familien-Musical „YAKARI - Freunde fürs Leben“ ist er nämlich im Mai zum ersten Mal auch in der Schweiz zu Gast. Einfach mal so mit Künstlern und Equipment über die Grenze? Keine Chance; hier gelten strenge Regelungen.

Jeder Mitarbeiter benötigt eine Erlaubnis, vorübergehend in der Schweiz arbeiten zu dürfen, und jedes Teil der Ausstattung muss für die temporäre Ausfuhr angemeldet werden: vom Kabel bis zum Tipi. Dazu gibt es ein sogenanntes Carnet, also ein Zollpassierscheinheft, in dem alles aufgeführt und bei der Aus- sowie der Einfuhr kontrolliert wird, um Warenschmuggel zu verhindern.

Kein Vergnügen für denjenigen, der sich mit diesen Formularen nicht auskennt. Aber Nicole Schulte hilft jedem Unternehmen, so auch Dreamcatcher, von Beginn an und kümmert sich gleichzeitig um die nötigen Sondergenehmigungen. So kann Schwab mit seiner Crew zum Beispiel noch rechtzeitig am Abend vor dem Auftritt den Zoll an der Schweizer Grenze passieren, obwohl dieser eigentlich um diese Uhrzeit schon geschlossen hätte.

Ein spannender Job, findet die gelernte Speditionskauffrau, die auch selbst privat gerne reist. „Schließlich haben wir eine große Vielfalt an Produkten, die in der Region hergestellt und dann exportiert werden. So gehen meine Dokumente um die Welt, auch in die USA, nach China oder Mexiko.“



Autor

Ursula Bartz
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