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Regelungen für Honorar-Finanzanlagenberater

Merkblätter

Die Regelung des § 34h GewO für Honorar-Finanzanlagenberater (HOF) hat Geltung seit dem 1. August 2014. Ziel des Gesetzgebers war die Stärkung des Verbraucherschutzes durch eine unabhängige Beratung durch Anlageberater, die nicht von Provisionen von Anbietern oder Emittenten der Finanzprodukte profitieren, sondern vielmehr ein Honorar vom Kunden erhalten.
Sowohl Aufbau als auch Systematik des § 34h GewO orientieren sich an dem für Finanzanlagenvermittler (FAV) geltenden § 34f GewO. Im Übrigen verweist § 34h GewO für wesentliche Inhalte auf § 34f GewO. Die Voraussetzungen für die Erlaubniserteilung für FAV und HOF sind identisch. In beiden Fällen sind die eigene Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse, Sachkunde und eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung  nachzuweisen. Eine Eintragung in das Vermittlerregister ist gleichfalls in beiden Fällen Voraussetzung für ein entsprechendes gewerbliches Tätigwerden. Erlaubnispflichtig nach § 34h GewO ist nur die selbstständige Tätigkeit als HOF, nicht auch eine unselbstständige Tätigkeit als Arbeitnehmer.
Zu beachten ist, dass mit § 34h GewO lediglich eine zusätzliche gesetzlich definierte Form der honorargestützten Anlageberatung geschaffen worden ist. Die bisherigen Formen der Anlageberatung (hauptsächlich provisionsgestützte Anlageberatung nach dem Wertpapierhandelsgesetz; Finanzanlagenvermittlung nach § 34f GewO) blieben unberührt.



Ansprechpartner

Simon Adams
Recht und Steuern
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