Offizielles Internetangebot der IHK Trier


01.10.2017

Die Ausbildung ist erst der Anfang

Neue Weiterbildungen in der IHK Trier – Zum Geprüften Betriebswirt in 2,5 Jahren

Gründe, um sich beruflich weiterzubilden, gibt es viele. Die einen wollen durch einen beruflichen Aufstieg den Schichtdienst verlassen, die anderen erhoffen sich mehr Gehalt, wieder andere möchten einfach ihren Horizont erweitern. Alle eint jedoch eins: Um am Ende die Prüfung zu bestehen, ist viel Motivation und Zielstrebigkeit vonnöten. Das weiß auch Kurt Erang, der inzwischen seit mehr als 30 Jahren als Dozent für die IHK Trier unterwegs ist und in dieser Zeit viele Gesichter kommen, bestehen und auch gehen gesehen hat.

Die Weiterbildungen der IHK Trier richten sich nach einem strikten Lehrplan. Die Abschlussprüfungen sind bundesweit einheitlich. „Ein Abschluss in Trier ist also genau so viel wert wie einer in München oder Berlin“, sagt Erang. Und genau darin sieht er auch den Vorteil gegenüber dezentral organisierten Weiterbildungen. „Wir Dozenten müssen den Lehrplan strikt einhalten, weil wir nie wissen, was in der Prüfung abgefragt wird“, sagt er. Das erhöhe aber auch die Qualität der Weiterbildungen. Ein Thema, das dem Dozent weniger liegt, könne dadurch nicht einfach vernachlässigt oder sogar übersprungen werden. „Das ist sicher ein Alleinstellungsmerkmal der IHKs“, sagt Erang. Als weiteres Plus sieht er die enge Verzahnung von Theorie und Praxis. „Wo hat man das sonst?“

Geprüfter Betriebswirt in 2,5 Jahren

Kurt Erang ist ein waschechter All-Rounder. Durch sein BWL- und VWL-Studium wird er bei der IHK in vielen Weiterbildungen, vor allem im Bereich BWL und Marketing, eingesetzt. Ab dem kommenden Frühjahr lehrt er als Dozent in der Weiterbildung zum Geprüften Betriebswirt. Neu an dieser Weiterbildung ist, dass sie bereits die Weiterbildung zum Geprüften Fachwirt beinhaltet und lediglich 2,5 Jahre dauert. „Die Zeit war schon immer ein Thema“, sagt Erang. Bislang musste man die beiden Weiterbildungen nacheinander belegen, was etwa vier Jahre gedauert hat. Da habe sich der ein oder andere schon zweimal überlegt, ob er den Betriebswirt noch an den Fachwirt anhängt. Erreicht wird diese Straffung durch das Zusammenlegen diverser Theorieteile, die Teilnehmer sonst in beiden einzelnen Weiterbildungen doppelt gehört hätten. Dennoch sei das Programm sehr stramm, sagt Aaron Maximilian Braun, Geschäftsführer Weiterbildung der IHK Trier. Bei dem Geprüften Betriebswirt handele es sich um einen Abschluss, der gleichwertig zu einem Master-Abschluss ist. „Die Weiterbildung richtet sich daher an topmotivierte und leistungsstarke Auszubildende“, sagt Braun.
Die gute Nachricht für alle Sparfüchse: Neben einem Aufstiegs-BAföG in Höhe von 40 Prozent der Weiterbildungskosten kann auch zweimal der Aufstiegsbonus über jeweils 1000 Euro beantragt werden, da es sich um zwei vollwertige Abschlüsse handelt. Damit lassen sich die Weiterbildungskosten unterm Strich mehr als halbieren.

Ein weiteres neues Angebot aus der Weiterbildung ist der Geprüfte Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen, der in Kooperation mit dem Malteser Hilfedienst e.V., Trier angeboten wird. Ziel dieser Weiterbildung ist es, in verschiedenen Bereichen des Gesundheits- und Sozialwesens komplexe fachliche und verantwortliche Aufgaben in der Planung, Führung und Kontrolle durchführen zu können. Die Weiterbildung dauert knapp zwei Jahre und ist gleichwertig mit einem Bachelor-Abschluss.

Neue Zertifikatsabschlüsse

„Als Dozent reicht es nicht, den Inhalt zu kennen – man muss ihn auch transportieren können“, sagt Kurt Erang. Speziell dazu hat sich auch im Bereich der Zertifikatsabschlüsse einiges getan. Ab März 2018 können sich Teilnehmer zum Business Kommunikations-Experten (IHK) und zum NLP Practitioner (DVNLP) weiterbilden lassen. Der Zertifikatslehrgang richtet sich an Führungskräfte, Unternehmer, Teamleiter, aber auch Pädagogen, Psychologen und Vertriebler, die lernen wollen, ihr reichhaltiges Fachwissen bestmöglich an andere zu vermitteln. Die Teilnehmer lernen in insgesamt sechs Dreitagesblöcken den Umgang mit verschiedenen Menschentypen kennen und wie sich daraus kooperative Teamentwicklungsprozesse ableiten lassen. Nützliche Konfliktlösungsmodelle, Kommunikationstechniken und Zeitmanagement runden diese Weiterbildung ab.




Info

Blickpunkt Wirtschaft
Artikelart: Wirtschaftstrends
Ausgabe: Oktober 2017




Autor

Sebastian Klipp
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