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01.04.2017

Mosel bleibt in aller Munde

Gegen den Trend: Anbaugebiet schließt 2016 mit leichtem Plus ab

Im vergangenen Jahr wurden rund 1 Millionen Hektoliter Deutscher Wein im Wert von 288 Millionen Euro in 130 Länder exportiert. Das entspricht einem wertmäßigen Rückgang von vier Prozent und von drei Prozent in der Menge. Der Durchschnittspreis lag bei 2,88 Euro je Liter. Während die meisten deutschen Anbaugebiete Verluste zeigen, schließt die Mosel mit einem leichten Plus von 1,4 Prozent ab. Insgesamt wurden 21 Millionen Liter zu einem Durchschnittspreis von 3,98 Euro je Liter Moselwein ins Ausland geliefert. Von den deutschen Weinen, die ins Ausland geliefert werden, sind 87 Prozent Weißwein und 13 Prozent Rotwein. Letztere haben im Jahr 2016 mit einem Minus von 15 Prozent die größten Verluste hinnehmen müssen.

USA vor den Niederlanden und Norwegen
Mehr als ein Viertel ihrer Erlöse erzielen die deutschen Weinexporteure seit vielen Jahren in den USA. 2016 wurden 18,7 Millionen Liter im Wert von 80 Millionen Euro zu einem überdurchschnittlichen Preis von 4,26 Euro je Liter in diesen wichtigen Markt ausgeführt. Allein die Weinunternehmen und Weingüter der Region Trier halten hier einen Anteil am Export von mehr als 70 Prozent. Auf Platz zwei der Exportstatistik stehen die Niederlande, wo elf Prozent des gesamten Exportwerts erlöst und 17 Prozent aller exportierten Weine getrunken werden.

Mit einem Exportvolumen von 6,1 Millionen Liter im Wert von 25 Millionen Euro ist Norwegen im vergangenen Jahr zum drittwichtigsten Exportmarkt vor Großbritannien aufgestiegen. Hier sind die Verluste mit 38,5 Prozent in der Menge und 33,8 Prozent im Wert am größten. Auch die Exporte nach Schweden, Frankreich und Hongkong gingen mengenmäßig im zweistelligen Bereich zurück.

Der Export aller Weine aus Deutschland summiert sich für das Jahr 2016 auf 3,1 Millionen Hektoliter, was einem Rückgang von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das bedeutet, dass die Menge der reexportierten Weine ebenfalls leicht rückläufig und von 2,215 auf 2,173 Millionen Hektoliter gefallen ist. Das entspricht einem Minus von 1,9 Prozent.



Info

Blickpunkt Wirtschaft
Artikelart: Wirtschaftstrends
Ausgabe: April 2017




Autor

Albrecht Ehses
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